Reisebericht von Katrin Pletscher

Seoul – Moderne und Tradition

In Seoul angekommen erlebe ich einen kleinen Kulturschock. Nach der langen Zeit in China bin ich es gar nicht mehr gewohnt, so viele Ausländer zu sehen. Die vielen Cafés mit tollen Sandwiches und leckeren Kuchen sind mir aber sehr willkommen. Seoul vereint das moderne Grossstadtleben mit Tradition. Immer wieder sieht man die traditionellen Holzhäuser inmitten von Hochhäusern, eine Mischung, die mir sehr gut gefällt. Auch kulinarisch hat die Stadt interessantes zu bieten. Ich mache mich daran, möglichst viele verschiedene Speisen zu probieren.
Da es ziemlich oft und stark regnet und ich die Stadt bereits kenne, lasse ich es etwas ruhiger angehen und geniesse einige gemütliche Tage ohne grosse Erkundungstouren.

Besuch in der Myeongdong Kathedrale in Seoul
das Viertel Myeongdong ist immer sehr belebt und abends werden viele Streetfood-Stände aufgestellt
Hier gibt es Corndogs und Süsskartoffeln zu kaufen.
Solche schöne Gebäude sieht man oft, wenn man in der Stadt herumläuft.
eine Pagode im National Museum of Korea
Das Museum ist vor allem geeignet für Personen, die an asiatischer und buddhistischer Geschichte interessiert sind.
ein leckerer Bibimbap mit verschiedenen Kimchi und einer Suppe als Beilage
der Anfangspunkt vom Cheonggyecheon-Bach, der mitten durch Seoul verläuft
In Seoul gibt es mehrere Tempel- und Palastanlagen, die man besichtigen kann.
Die schön verzierten Decken bieten einen herrlichen Anblick.
Kaum zu glauben, dass man sich mitten in der Metropole befindet.
Die Einwohner trocknen ihre Chillies auf den Dächern und sogar am Strassenrand.
Wer sich nicht vor rohem Fleisch scheut, sollte unbedingt Yukhoe probieren! Es ist ein leckeres Rindfleischtartar, welches man zusammen mit koreanischer Birne isst.
der Gwanghwamun Platz vor dem alten Königspalast
auf demselben Platz befinden sich 2 Statuen - hier die Statue von Admiral Yi Sun Shin
Mich fasziniert, wie die Häuser im traditionellen Stil in die moderne Landschaft einbezogen werden.
Rinderknochensuppe auf Sternenküche-Niveau - In Seoul gibt es viele einfach gehaltene Restaurants, die mit Michelin-Sternen ausgezeichnet sind.
auch hier ein historisches Gebäude mitten in den Hochhäusern
Auf dem Weg zum Bahnhof besuche ich Seoullo 7017 - ein hübscher Park auf einem stillgelegten Highway.
Hongdae ist die Ausgeh- und Einkaufsmeile für junge Leute, vor allem abends ist hier viel los.
Im Insadong-Viertel werden traditionelle Waren wie Teekrüge, Fächer und handgeschöpftes Hanji-Papier verkauft. Im Bild ein Geschäft, das ausschliesslich Teekrüge verkauft.
Bei diesem Korean BBQ werden zu dem bestellten Fleisch noch etliche Nebengerichte dazuserviert.
01 / 22

Suwon und Wanderung in Seoul

Einige Tage nach meiner Ankunft in Seoul stösst meine Freundin aus der Schweiz dazu. Wir fahren für einen Tagesausflug nach Suwon, eine Stadt ca. 50 km von Seoul entfernt. Hier besuchen wir die Festung Hwaseong, die im 18. Jahrhundert gebaut wurde. Besonders die Stadtmauer, die in die moderne Umgebung einfliesst, ist eindrücklich. Da es in Suwon eine Chicken Street gibt, lassen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen. Wir stehen bei einem Restaurant an und versuchen das berühmte Korean Fried Chicken in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Erfahrung lohnt sich, die Fried Chicken sind aussen schön knusprig und innen saftig, sehr schmackhaft!

In der Umgebung von Seoul lässt es sich gut in der Natur wandern, es gibt dutzende Wanderwege, die gut mit dem ÖV erschlossen sind. Für mich ist das eine schöne Abwechslung zum rasanten Tempo des Lebens in der Metropole. 
 

ein Stadttor in Suwon, das als Kreisel umfunktioniert wurde
eine Marktstrasse in Suwon - im Hintergrund sieht man einen Teil der allgegenwärtigen Festungsmauer
Ca. 25% der Koreaner sind Christen und man findet im ganzen Land Kirchen und Kathedralen.
ein Abschnitt der wunderschönen Festungsmauer in Suwon
das Maskottchen für die Chicken Street?
auf den Strassen finden wir einige sehr schöne Wandmalereien
der Eingang vom Hwaseong Haenggung, einem restaurierten Palast mit Figuren, die das Leben im Palast im 18. Jahrhundert zeigen
hier sieht man eine Audienz vor dem König
sehr erfrischend an heissen Tagen: frische Früchte mit geschmolzenem Zucker übergossen
Man kann entlang der Festungsmauer spazieren, die Wege sind sehr gut erhalten und es präsentiert sich eine fantastische Aussicht.
ein Wachturm entlang der Mauer mit der modernen Stadt im Hintergrund
Man kann auch von einem Heissluftballon aus die Festung aus der Höhe betrachten.
Abgesehen von der Festung selber sind die Quartiere in Suwon auch sehr hübsch anzusehen.
Die Strassen sind allesamt sauber und laden zum Spazieren ein.
Korean Fried Chicken in 2 verschiedenen Sorten - lecker und sehr zu empfehlen. Dazu werden eingelegte Rettichwürfel gegessen, die etwas Säure mit ins Spiel bringen.
Der Start unserer Wanderung in den Bergen von Seoul - kaum zu glauben, dass wir uns immer noch mitten in der Metropole befinden.
Unterwegs sieht es plötzlich ziemlich ländlich aus.
Die Aussicht von einem der Berge während der Wanderung.
01 / 18

Busan

Unsere nächste Station in Südkorea ist die Hafenstadt Busan im Süden des Landes. Wir beide kennen die Stadt bereits, weshalb wir auf die typischen Destinationen wie das Gamcheon Culture Village oder den Haeundae Strand verzichten. Stattdessen machen wir einen Ausflug nach Ulsan und besuchen dort den schönen Taehwagang National Garden, wo uns vor allem der Bambuswald interessiert. Der Fischmarkt in Busan und der BIFF Square (BIFF steht für Busan International Film Festival) gehören aber zum Pflichtprogramm, wenn man in Busan ist. Am BIFF Square gibt es einen bekannten Ssiat Hotteok Strassenstand, den ich unbedingt ausprobieren möchte. Hotteok ist eine Art süsser gefüllter Pfannkuchen, der in Südkorea als beliebtes Streetfood bekannt ist – sehr zu empfehlen! Die Busan Variante heisst Ssiat Hotteok und ist zusätzlich noch mit Nüssen gefüllt.
Das Regenwetter macht uns für weitere Ausflüge einen Strich durch die Rechnung. So geniessen wir die Sicht auf den Hafen und verbringen einen gemütlichen verregneten Nachmittag im Hotelzimmer.
In Busan organisieren wir unsere Weiterfahrt nach Japan – am Fährenterminal kaufen wir ein Ticket für die Überfahrt mit dem Schiff nach Hakata, im Süden von Japan. Wir wählen die langsamere Fahrt über Nacht, in der Hoffnung, dass ich so nicht seekrank werde.

In Busan werden viele Meeresfrüchte und Fische verkauft - die Aussenstände wurden aufgrund des drohenden Unwetters zum Teil bereits abgeräumt.
Wer mag, kann sich den Fisch nach dem Kauf gleich in einem der umliegenden Restaurants zubereiten lassen - frischer geht es kaum.
Viele der angebotenen Meeresfrüchte sind mir unbekannt.
Ein Strassenstand, wo Reiskuchen in scharfer Sauce (Tteokbokki), Fish cakes (Eomuk - sehr lecker) und Gimbap-Rollen (sozusagen koreanische Sushirollen) verkauft werden.
Ssiat Hotteok - im Bild wird der noch heisse Pfannkuchen gerade mit der Nussmischung gefüllt.
vor den Restaurants werden die angebotenen Meeresfrüchte zur Schau gestellt
Ein bekannter Tteokbokki-Stand, der in einer koreanischer TV-Show vorgestellt wurde.
Auf dem Markt findet man alles mögliche - hier ein Stand mit verschiedenem Gemüse und Algen
In Korea werden etliche Sorten von Pfannkuchen gemacht, die ich probieren möchte. Links im Bild die Variante mit Meeresfrüchten, rechts im kleinen Teller ein Rindfleischpfannkuchen.
eine Brücke, die zum Taehwagang National Garden in Ulsan führt
Der Bambuswald lädt zum Spazieren ein - zum Glück haben wir an den Mückenspray gedacht!
Abgesehen vom Bambuswald gibt es im Garten noch viele schöne Ecken, die man erkunden kann.
ein Korean BBQ mit Schweinefleisch - günstig und sehr lecker
Bald können wir zuschlagen, uns läuft bereits das Wasser im Mund zusammen!
Zum Dessert gibt es Bingsu - die Basis besteht aus sehr fein geraspeltem Eis, das mit Kondensmilch übergossen wird. Unser Topping besteht aus schwarzem Sesam, Mandelscheiben, roten Adzukibohnen, Mochi und Vanilleglacé.
Im Ferry Terminal warten wir nach der Passkontrolle darauf, dass das Boarding beginnt. Unsere Destination: Fukuoka in Japan
Da wir keine privaten Kabinen gewählt haben, teilen wir uns das Zimmer mit einigen Japanerinnen. Geschlafen wird auf Matrazen am Boden, was relativ bequem ist.
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